Wie mache ich mein Haus einbruchsicher?

Die Zahlen sind alarmierend: im Jahr 2014 wurden in Deutschland mehr als 150.000 Einbrüche verübt. Manche Hausbesitzer machen es Kriminellen besonders einfach. Sie posten ungeschützt in sozialen Netzwerken, wann und wie lange sie auf Urlaub fahren. Somit ist es für gefinkelte Verbrecher leicht, sich genau zu dieser Zeit Zutritt zum Haus zu verschaffen. Ein Indiz für eine längere Abwesenheit sind auch überquellende Briefkästen. Ist man über einen längeren Zeitraum nicht zu Hause, sollte man Nachbarn oder Freunde bitten, den Briefkasten regelmäßig zu leeren. Als Alternative bietet sich an, Briefe und andere Sendungen einfach für die Dauer des Urlaub am Postamt hinterlegen zu lassen. Sind Häuser beleuchtet, sehen viele Kriminelle von einem Einbruchsversuch ab.

Zeitschaltuhren lassen sich ganz einfach installieren, somit kann man auch für Beleuchtung sorgen wenn man nicht zu Hause ist. Auf keinen Fall darf man Fenster gekippt lassen, wenn man das Haus verlässt. Sämtliche Türen sind zu versperren, wobei man am besten eine Eingangstüre mit modernen Sicherheitsmerkmalen wählt. Besonders abschreckend wirken Kameras auf Kriminelle. Videoüberwachung findet man heute nicht nur im öffentlichen Bereich, auch immer mehr Hausbesitzer zählen auf Überwachungskameras zur Sicherung von Haus- und Garten. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Systeme, nicht jedes eignet sich für die persönliche Situation.

Was muss man beim Kauf einer Videoüberwachung beachten?

Videoüberwachung kann man heute im Internet kaufen. Manche Systeme sind preisgünstig, für andere Modelle muss man tiefer in die Tasche greifen. Wer sich mit den Unterschieden der Varianten befasst, wird schnell bemerken, warum manche Videoüberwachungssysteme unter 100 Euro kosten, man für andere wiederum mehrere 1000 Euro ausgeben muss. Der Preis hängt unter anderem von der Qualität der Überwachungskameras ab. Wie bei Kameras für das Fotografieren gibt es auch bei Videoüberwachungssystemen Kamera-Modelle die Bilder in unterschiedlicher Auflösung liefern. Ob man mehr oder weniger investieren muss, hängt unter anderem von der Fläche des zu überwachenden Bereichs ab. Günstige Überwachungskameras mit Standardauflösung liefern nämlich nur im Umkreis von drei Metern scharfe Bilder. Bei Modellen in Full-HD Auflösung kann man auch Personen genau erkennen, die sich neun Meter oder mit Teleobjektiv sogar noch weiter von der Überwachungskamera entfernt aufhalten. Wichtig ist zu klären, ob man nur den Innenraum, oder auch den Außenbereich überwachen möchte. Als Einbruchsschutz bietet sich die Installation von Videoüberwachung an, die sich vor der Eingangstüre befinden.

In diesem Fall muss man jedoch ein spezielle Outdoor-Kameras wählen. Nur dann ist nämlich gewährleistet, dass das Videoüberwachungssystem der hohen Luftfeuchtigkeit, Witterungseinflüssen wie Schnee und Regen oder Temperaturschwankungen standhält. Außerdem stellt sich die Frage, ob man die Überwachungskamera mit einem Kabel an den Empfänger anschließen möchte oder sich für ein Funksystem entscheidet. Für kabelgebundene Modelle können größere Arbeiten am Haus nötig sein, um die nötigen Kabelkanäle zu schaffen. Bei Funkmodellen oder Überwachungssystemen, die in das bestehende WLAN integriert werden können, muss man mit Verbindungsausfällen rechnen. Hindernisse wie zum Beispiel dicke Wände beeinflussen das Funksignal. Bei der WLAN Variante ist zu prüfen, ob das WLAN im Außenbereich überhaupt einwandfrei funktioniert. Zudem wird das eigene WLAN in seiner Geschwindigkeit durch WLAN-Videoüberwachung erheblich reduziert. Andere Videoanwendungen wie Youtube können dann in das Stocken geraden. Deshalb wird grundsätzlich empfohlen, verkabelte Überwachungskameras zu verwenden.

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