Das Sanierungsparadox: Feuchtigkeit durch Wärmeschutz

Hamburg: Die Sanierungsexperten der Munters Service GmbH werden immer häufiger zur Sanierung von Schimmel- und Wasserschäden in frisch renovierten Altimmobilien gerufen. Die Ursachen liegen bei zahlreichen Objekten, neben klassischen Leckagen an Wasser- und Heizungsleitungen, oft in der unzureichenden Handhabung der Haustechnik.

In vielen Regionen ist die demografische Entwicklung spürbar und zahlreiche Eigenheimbesitzer fühlen sich aus Altersgründen von ihren Wohnverhältnissen überfordert. Das führt derzeit zu einem verstärkten Verkauf von Immobilien, welche in den 70er und 80er Jahren gebaut wurden. Der dadurch eingeleitete Generationswechsel unter den Hausbesitzern ist die Ursache für ein steigendes Auftragsvolumen für Sanierungen. Neben der zeitgemäßen Umgestaltung des Wohnbereichs sind besonders die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) die treibenden Kräfte hinter der Sanierung der Altimmobilien.

Schlechtes Raumklima durch Wartungsmängel

Die energetische Sanierung und die nachträgliche Installation innovativer Haustechnik bieten den neuen Hausbesitzern zahlreiche finanzielle Vorteile. Neben steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten und niedrigere Energiekosten rechnen Investoren zukünftig mit einem höheren Wiederverkaufswert der Immobilien.

Diese positiven Entwicklungen werden aber zunehmend von einer negativen Begleiterscheinung überlagert, die die Experten für Brand- und Wasserschadensanierung immer häufiger in Altimmobilien feststellen: Feuchtigkeitsschäden und Schimmel. Die häufigsten Aufträge der Munters Service GmbH in energetisch sanierten Altimmobilien sind neben der Behebung von Feuchtigkeitsschäden die Teildemontagen schadhafter Gebäudeteile und die Schadstoffsanierung.

Der Grund für diese aufwändigen Sanierungsarbeiten ist oft so simpel wie tragisch: viele Eigenheimbesitzer sind mit der ordnungsgemäßen Handhabung der modernen Haustechnik überfordert. Sie unterschätzen die laufenden Kosten der Heizungs- und Belüftungstechnik energetisch sanierter Häuser und vernachlässigen die Wartung der Haustechnik. Die Folgen sind klar: zugesetzte Abluftfilter, falsche Einstellungsparameter der Heizung oder verunreinigte Lüftungsanlagen. In Kombination mit der weitgehenden Luftdichtigkeit der Außenhülle können sich diese Fehler äußerst nachteilig auf die Wohngesundheit auswirken. Ein nicht ausreichender Luftaustausch führt zur vermehrten Feuchtigkeitsansammlung in den Innenräumen und damit, trotz z.B. zusätzlicher Dämmung der Außenwände, zu häufigen Taupunktunterschreitungen, sprich Kondenswasserbildung, in den Innenräumen. Die Feuchtigkeit führt im schlimmsten Fall zu Schimmel und hohen Keimzahlen in der Dämmung und in den Entlüftungsanlagen. Neben einer Schadensanierung und dem Wertverlust für das Objekt drohen zusätzlich auch noch Gesundheitsschäden für die Bewohner.

Bausünden der Vergangenheit sind bei Altimmobilien hochaktuell

Viele Käufer von Gebrauchtimmobilien werden vom Sanierungsstau und den anstehenden Kosten überrascht, da die versteckten Schäden erst durch erfahrene Baugutachter festgestellt werden. Zahlreiche Probleme werden bei alten Häusern sogar erst im Laufe einer energetischen Sanierung erkannt, da hier erstmalig Gebäudeelemente geöffnet werden.

Gerade Objekte, die vor dem Baujahr 1980 entstanden sind, entsprechen in ihrer Bauausführung nicht mehr dem heutigen Stand der Technik – sowohl im Hinblick auf den Wärmeschutz als auch in der Auswahl der verbauten Werkstoffe. Neben unzureichender Dämmung und versteckten Wasserschäden stellen die Mitarbeiter von Munters in älteren Objekten oft Kontaminationen und Geruchsbelästigungen durch nicht mehr zugelassene Holzschutzmittel sowie durch Schimmel, PCP oder andere Biozide fest. Auch werden häufig asbesthaltige Bodenbeläge vorgefunden.

Oft sind unsachgemäß ausgeführte Reparaturen die Ursache für zukünftige Schäden. So war es in der Vergangenheit für viele Eigenheimbesitzer nicht ungewöhnlich, bei einem Wasserschaden nur die eigentliche Leckage zu beheben. Eine großflächige Reparatur geschädigter Bauelemente wurde aus Kostengründen oder Unkenntnis nicht selten vernachlässigt. Ein Fehler mit weitreichenden Folgen: Gerade Wasserschäden bedrohen die Substanz der Häuser, da durch Leckagen oder Kondensation durchnässte Bodenelemente, Trittschalldämmungen, Wandverschalungen und Dämmmaterialien dauerhaft wichtige Materialeigenschaften verlieren. Weitere Schäden sind vorprogrammiert und erhöhen den Sanierungsbedarf deutlich.

Die Haustechnik muss auch zum Haus passen

Wenn nach Wärmeschutzmaßnahmen die berechneten Minderverbräuche an Heizenergie nicht erreicht werden, ist oft eine schlechte Bauausführung verantwortlich. Durch den Einsatz von Thermografie und Blower Door Messverfahren stellen die Sanierungsexperten von Munters immer wieder unsachgemäß verarbeitete Dampfsperren und –bremsen, zumeist Kunststofffolien, sowie baulich nicht zulässige Hohlräume und feuchte Dämmmaterialien in frisch sanierten Gebäuden fest.

Besonders in der energetischen Sanierung fällt inzwischen auf, dass auch vielen Installateuren die notwendige Fachkompetenz in der Planung einer modernen Haustechnik fehlt. Sie verlassen sich auf Werksangaben ihrer Lieferanten und beachten dabei nicht die Besonderheiten in der Modernisierung von Altimmobilien. In diesem interessanten Markt übernimmt die Munters Service GmbH inzwischen die Fachplanung und die professionelle Koordination energetischer Sanierungen. Ein wichtiger Schritt in der Qualitätssicherung im Sanierungsmanagement, da viele regionale Handwerkspartner nicht über die erforderliche Erfahrung in der Installation und Einstellung innovativer Haustechnik, wie z.B. Erdwärmekollektoren und Blockheizkraftwerke, verfügen.

Hartwig Finger, Geschäftsführer der Munters Service GmbH: „Unsere datenbankgestützten Dokumentationsprozesse im Schadenmanagement zeigen, dass die falsche Installation und Handhabung der Haustechnik zahlreiche Sanierungseinsätze verursachen. Wir empfehlen daher Hausbesitzern sich intensiv mit den Besonderheiten und der richtigen Anwendung der Haustechnik zu verschiedenen Jahreszeiten auseinanderzusetzen, damit zukünftig Feuchtigkeitsschäden vermieden werden.“

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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